Saisonalität ist unter Futurestradern ein äußerst beliebtes Mittel zur Kursprognose. In umfangreichen Statistiken werden einzelne Strategien entwickelt. Die taggenauen saisonalen Charts von SeasonalCharts bieten auf einen Blick die genaue Preisinformation. Ein Anstieg z.B. von 100 auf 101 entspricht einem Prozent, was leicht über das aktuelle Kursniveau, das Kontraktvolumen und die Kontraktspezifikationen auf die aktuelle Situation zurückgerechnet werden kann.

In der Futuresübersicht werden Continuous Contracts verwendet, also Kontrakte, deren einzelne Liefermonate miteinander verbunden sind. Um die relative Preisinformation zu erhalten, werden die Kontrakte, anders als zumeist üblich, über einen Faktor adjustiert. Der Rollover findet wenige Wochen vor dem Ende der Kontraktlaufzeit statt, in etwa dann, wenn auch die Majorität des Volumens in den neuen Monat wechselt. Diese Vorgehensweise fokussiert auf die Majorität der Marktteilnehmer, die in den Liefermonaten handeln, in denen das größte Volumen ist. Insbesondere Marktteilnehmer, die weit im voraus handeln, etwa Produzenten und Verarbeiter, sollten zusätzlich die Details der einzelnen Liefermonate genauer betrachten.

Verwenden Sie Charts aus der Rubrik 'Futures' nur für die Analyse von Futures. Der saisonale Verlauf des Terminmarktes kann sich stark von dem des Kassamarktes unterscheiden. Der Grund hierfür liegt in den Arbitragebeziehungen zwischen Kassa- und Terminmarkt. Diese unterscheiden sich von Markt zu Markt. Ein Weizenkontrakt etwa kann unter den Kassapreis fallen, wenn eine gute Ernte erwartet wird, denn es gibt keine physikalische Möglichkeit, den noch nicht geernteten Weizen heute zu verspeisen. Dementsprechend kann aber auch z.B. der Kassaweizen im Januar teurer werden, während gleichzeitig der Juliweizen an Wert verliert. Für den Handel am Terminmarkt ist deshalb die Saisonalität des Terminmarktes maßgeblich.

Die Entscheidung für die Terminmärkte fällt häufig aufgrund des Hebeleffekts, der auf dem Unterschied zwischen Einschuß (Margin) und Kontraktvolumen basiert. Der Hebel wirkt jedoch in beide Richtungen, also auch gegen die eingegangene Position. Untersuchungen zeigen, daß daraus für die Mehrzahl der Privatanleger Verluste resultieren. Profis nutzen die Terminmärkte nicht wegen des Hebeleffekts, sondern aus anderen Gründen, wie der Marktbreite, den geringen Spesen, oder der einfachen Diversifikationsmöglichkeit in beide Marktrichtungen.

Die Terminmärkte erweisen sich wegen des Hebeleffekts, bzw. wegen des Umgangs damit, immer wieder als verlustbringend, in Einzelfällen sogar als existenzruinierend. Bitte beachten Sie deshalb nicht nur unsere Risikohinweise, sondern informieren und bilden Sie sich und schulen sie sich ausgiebig an dritter Stelle weiter, falls Sie sich an den Terminmärkten engagieren wollen.